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Nachruf auf Monika Kiel-Hinrichsen

Nachruf auf Monika Kiel-Hinrichsen

Monika Kiel-Hinrichsen ist, bedingt durch eine schwere Erkrankung, am 19. September 2025 sehr bewusst über die Schwelle gegangen.

Ich habe Monika kennengelernt, als wir gemeinsam bei Joop Grün die Ausbildung zur Biografieberaterin gemacht haben. Wir hatten intensive, tiefe fachliche und zwischenmenschliche Gespräche. Sie war ein suchender, ringender Mensch mit viel Herz und Humor, dem die Begleitung von Menschen, besonders von Kindern, ein Herzensanliegen war, das sie auch beruflich umgesetzt hat.

Monika Kiel-Hinrichsen ist uns allen bekannt durch ihre vielen lebensnahen Bücher zu den wichtigen pädagogischen Entwicklungsthemen und Lebensthemen, ob beginnend mit der ganzheitlichen Situation des Zahnwechsels („Wackeln die Zähne, wackelt die Seele“), zur Patchwork-Familie, Jugend u.v.m. In dem Buch, „Perspektiven der Biografiearbeit: Grundlagen, Methoden und Arbeitsbereiche“, das Sylke Ober-Brödlin herausgebracht hat, hat sie mit einem Kapitel zu ihrer biografischen Arbeit beigetragen.

Sie war als Vortragsrednerin viel unterwegs, auch in der Weiter- und Fortbildung und in ihrer eigenen Beratungspraxis tätig und in weiteren Initiativen. Sie war in der Anfangszeit der „Mütterbewegung“ am Goetheanum mit Manfred Schmidt-Brabant dabei und hat dann die Familienkultur nach Norddeutschland gebracht. Sie war tief verbunden mit der Anthroposophie, dem Goetheanum und als Klassenleserin und im Jugendkreis tätig. Die Heilpädagogik lag ihr durch ihren behinderten Bruder ihr ganzes Leben sehr am Herzen. Sie liebte das Meer im Norden Deutschlands. Ihr letztes Buch „Die Burgschattenkinder“ war ihr ein echtes Herzensanliegen.

Monika und ich hatten tiefe, frohe, schöne Begegnungen und so manch karmisches Missverständnis, da unsere Herkunftsprägung sehr unterschiedlich war und gegenseitigen Missverständnissen Raum gab. In unserem letzten Gespräch haben wir uns dazu sehr offen ausgetauscht. Die verbindende Kraft, die von diesem Gespräch zurückblieb, wird mich leiten, in Zukunft offener zu sein für solche „karmalösenden“ Gespräche.

Susanne Hofmeister, Heidelberg am 9.10.2025