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Bericht von der BVBA-Jahrestagung

Bericht von der BVBA-Jahrestagung

16 Menschen versammelten sich vom 24. – 26. April 2026 in der Freien Fachhochschule für Sozialpädagogik in Berlin-Schöneberg, um sich der Sozialgestalt der Berufsvereinigung Biographiearbeit auf anthroposophischer Grundlage anzunähern.

Grundlage für die Tagung waren zwei Vorträge von Rudolf Steiner zu antisozialen und sozialen Trieben: Vierter Vortrag vom 6. Dezember 1918 und Siebenter Vortrag vom 12. Dezember 1918, (GA 186: Die soziale Grundforderung unserer Zeit), auf die während des gesamten Tagungsverlaufs immer wieder Bezug genommen wurde.

In der Eröffnungsrunde am Freitag wurden u.a. die Fragen bewegt: Was würde (der Welt) fehlen, wenn es die BVBA nicht mehr gäbe? und: Was bin ich bereit für die BVBA zu tun?

Anschließend gab unsere langjährige und dienstälteste Vorstandsfrau Sylke Ober-Brödlin (seit 2009) einen Überblick über die Gründerpersönlichkeiten der BVBA und ihren Impuls, ein Gefäß für das Wesen der Biographiearbeit zu schaffen, um es im Irdischen in die Sichtbarkeit zu bringen.

In einem nächsten Schritt ging es um die Frage: In die Sichtbarkeit kommen – Welcher Strukturen bedarf es dazu in der Bewusstseinsseelenzeit? Philip Jacobsen, seit 10 Jahren Vorstandsmitglied, hob die Impulse aus freiem Entschluss für die Zukunft der Menschheit hervor und impulsierte das Zusammentragen von Beiträgen: Was verstehe ich unter Bewusstseinsseele?

Die Frage nach der Wahrheit – Kann ich mich selbst objektiv von außen anschauen, um sie zu erkennen? Was steht einer objektiven Selbstwahrnehmung im Weg? – bildeten eine Brücke zu der Kleingruppenarbeit am Samstag.

Nach der Eurythmie zum Tagungsthema, angeleitet von Alexander Wenzel, Bremen, befassten sich vier Kleingruppen zunächst mit der Frage: Was braucht das Wesen der Biographiearbeit, um wirksam zu werden? Dabei sollte es auch um die Frage gehen: Wie können wir in der BVBA Strukturen entwickeln, die die Zusammenarbeit fördern und der Vereinzelung entgegenwirken?

Im zweiten Teil wurde die Frage bewegt: Was brauche ich als Mitglied, um für die Biographiearbeit wirksam zu sein?

Zu diesen Fragen gab es eine Vielfalt von Gedanken und Anregungen, wie die Zusammenfassungen der Gruppenergebnisse im Plenum am Sonntag zeigen. Die einzelnen Gruppenberichte können gesondert nachgelesen werden.

Nach einer langen Mittagspause und der Eurythmie zum Thema begann die Mitgliederversammlung, zu der Eva-Maria Finke ein letztes Mal als zuständige Finanzfrau den Finanzbericht vorlegte. Mit großem Dank und Würdigung ihrer Kompetenz und persönlichen Gestaltung dieser Tätigkeit wurde sie von dieser Funktion entbunden. Ihre Nachfolge tritt Daniela Witzleben an, was große Zustimmung fand, besonders nach dem von Eva skizzierten Übergabemodus.

Wolfgang Geuer wurde nach seiner von vornherein begrenzten Interim-Vorstandstätigkeit für zwei Jahre mit großem Dank verabschiedet. Wie sich diese Tätigkeit auf seine Mitgliedschaft ausgewirkt hat, deutete er mit der Aussage an: „Ich bin jetzt anders Mitglied!“

Daniela Witzleben, die sich bereits als Gast in der Vorstandsarbeit engagiert hatte, wurde als neues Vorstandsmitglied für 3 Jahre bestätigt.

Den Abschluss der Mitgliederversammlung bildete eine Aussprache über den zweiten Teil des Forschungskolloquiums mit Philip Jacobsen und Susanne Hofmeister zur Metamorphose der Lebensjahrsiebte, das am 31. Januar 2026 online stattfand. Fragen und kritische Anmerkungen zum Verlauf und zu Alternativen in der inhaltlichen Ausrichtung und Gesprächsführung wurden thematisiert.

Am Sonntag folgten nach der Eurythmie zum Thema die Berichte der Gruppen. Es wurde hervorgehoben, das WAS und das WIE gesondert zu betrachten und Person und Sache zu trennen. Ebenso einen Impuls vom Ganzen her zu betrachten und vom Ziel her aktiv zu werden.

Den Abschluss der Tagung bildete die Endrunde: Was nehme ich als Essenz der Tagung mit? Der Stellenwert der persönlichen Begegnung und des Austausches in unterschiedlichen Konstellationen wurde von allen Teilnehmenden als wertvoll und hilfreich hervorgehoben. Auch das Wissen um den Rahmen, den die BVBA bietet, wird als Stärkung der eigenen Arbeit erlebt.

Die Offenheit für neue Methoden und Vorgehensweisen wurde angeregt, ebenso die Erprobung anderer Formen der Gestaltung der Ankommensrunden – auch aus dem Kreis der Mitglieder.

Des Weiteren wurde Schloss Hamborn als Tagungsort der Jahrestagung vorgeschlagen – Sabine Illner aus Schloss Hamborn und Simone Jörg wären bereit, die Organisation zu übernehmen.

Marianne E. Schwarz, Berlin – im Mai 2026